Plastiktüten adé – in 10 Minuten zum wiederverwendbaren Gemüsebeutel

Mein Mann und ich gehen seit einigen Jahren Samstagmorgen gern auf den Wochenmarkt. Dort kaufen wir den größten Teil an Obst und Gemüse für die kommende Woche.

Nun könnte man denken, dass auf dem Wochenmarkt einzukaufen umweltfreundlicher ist, als im Supermarkt. Leider stimmt das nur teilweise. Seit dem ich begonnen habe, mich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Müllvermeidung zu beschäftigen, ist mir aufgefallen, dass das Obst und Gemüse zwar unverpackt dem Kunden präsentiert, jedoch alles sofort in Plastiktüten verpackt wird, sobald man sich für den Kauf entschieden hat.
Dabei kann man sich wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel auch ganz schnell selber nähen.

Ich nutze schon seit Jahren Baumwollbeutel für meine Einkäufe. Über die lange Zeit haben sich dann auch eine Menge Beutel angehäuft. Irgendwie hat man nie einen dabei, wenn man in braucht.

Nun sind wir mal ehrlich, schön sind diese Beutel meisst nicht. Ich würde sie eher als funktional bezeichnen. Beim Waschen (das sollte man unbedingt regelmäßig machen) sind auch einige Beutel leicht verfärbt.

Anstelle die Beutel wegzuwerfen, nutze ich sie, um mir daraus den besagten Gemüsebeutel zu nähen.

Was ihr dafür braucht:

  • einen Baumwollbeutel
  • eine Stoffschere oder einen Rollschneider (hier dann aber mit Schneidematte arbeiten)
  • Nadeln zum Feststecken
  • ein Lineal
  • eine Schnur
  • eine Sicherheitsnadel
  • und selbstverständlich Nähmaschine und Garn

Erst einmal schneidet ihr den oberen Bereich des Beutels ab.

Dann dreht den Beutel auf links und schlagt den Saum 2,5 cm um. Wichtig ist hier, dass die Sicherheitsnadel durchpasst, mit der wir später die Schnur durchziehen.

Dann einmal den Saum festnähen. Wichtig: Eine Lücke von 2 bis 3 cm zwischen Nahtbeginn und -ende lassen. Da muss dann die Sicherheitsnadel eingeführt werden.

Ich habe die Schnur doppelt gelegt (muss aber nicht sein). Die beiden Enden verknoten, die Sicherheitsnadel am Knoten feststecken und dann die Schnur mit Hilfe der Sicherheitsnadel durch den genähten Tunnel des Saums führen.

Wenn Du einmal drumherum bist, Schnuranfang und -ende mit einander verknoten.

Fertig ist der Gemüsebeutel. Dieser hat eine schöne große Öffnung und lässt sich dann auch sehr einfach zusammenziehen, damit auch nichts aus dem Beutel fällt.

Das ist die Basisversion, die man so auf die schnelle nähen kann. Die kann aber natürlich noch aufgehübscht werden.

Da ich diesen Beutel für Kartoffeln nehmen möchte (da ist ja meist noch viel Erde dran, und andere Dinge würde man darin ja nicht mehr reinpacken), habe ich noch Kartoffeln draufgestickt. Und das geht auch mit einer ganz normalen Nähmaschine.

Dafür habe ich mit Kreide Kartoffeln aufgemahlt und diese dann einfach nachgenäht. Schaut einfach mal bei eurer Nähmaschine was ihr für Nähoptionen habt und probiert es vorher auf einem Probestück aus, ob die Naht euren Vorstellungen entspricht.

Wichtiger Hinweis:

Bitte nutzt ein Stickvlies. Das wird unter dem Stoffbereich angebracht, den Du besticken möchtest. Das Vlies stabilisiert den Stoff. Ich habe einmal nicht dran gedacht und mir dabei beinahe die Maschine dadurch kaputt gemacht. Der Stoff hatte sich richtig reingefressen, die Nadel hat sich dann verzogen und ist mit voller Wucht da eingeschlagen, wo man die Unterfadenspule einsetzt. Das musste dann erst einmal repariert werden.

Ich bin super stolz auf das Ergebnis. Gerade das Farbverlaufsgarn ist noch einmal ein richtiger Hingucker.

Probiere es doch gleich mal selbst aus. Irgendwo hast Du doch bestimmt einen Beutel rumliegen, den Du dafür nutzen kannst.

Für Deinen Einkauf auf den Wochenmarkt (natürlich auch im Supermarkt) bist Du dann gut gerüstet.

Mein Tipp: Den Beutel immer gleich hinhalten, wenn Du etwas kaufen möchtest. Die Markthändler sind immer super schnell mit der Plastiktüte 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen

Eure Nicole von noeko.de



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