Nachhaltigkeit für Einsteiger – a beginners guide

Als Einsteiger sieht man beim Thema Nachhaltigkeit höchstwahrscheinlich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Insbesondere wenn man sich vorher damit noch gar nicht auseinandergesetzt hat.

Wo anfangen, wenn es so viele verschieden Bereiche gibt, auf die man achten kann und sollte?

Um den Druck, der auf einem selbst lastet, gleich am Anfang herauszunehmen: Niemand, auch du, ist in der Lage, in der heutigen Gesellschaft Nachhaltigkeit in all seinen Aspekten 100% zu leben. Dann dürftest du zum Beispiel gar nicht diesen Blogbeitrag lesen. Denn alle technischen Hilfsmittel, die wir so sehr schätzen und die uns die ganze Welt zu Füßen legen (ich weiß, leicht dramatisch 🙂 ) bestehen aus Plastik. Und Plastik ist, gerade in dem Maße wie es heute gebraucht wird, nicht nachhaltig.

Deswegen passt der Spruch ganz gut, den ich letztens zufällig auf Instagram gelesen habe: Wir brauchen nicht einige wenige Menschen, die perfekt sind, sondern viele Menschen, die nicht perfekt sind (oder so ähnlich 🙂 )

Der erste und vielleicht wichtigste Appell gleich zu Beginn dieses Beitrags. Dieser richtet sich sowohl an alle die Einsteiger beim Thema Nachhaltigkeit sind, aber auch an die, die diesen Weg bereits gehen.

Lasse dich nicht von der Werbung, insbesondere in den sozialen Netzwerken, verführen. Der Zero-Waste Lifestyle muss scheinbar auch immer super stylisch sein. Dabei sollte man am besten alles was man hat wegschmeißen, um sich dann alles aus Bambus oder Glas neu online zu besorgen. Wird ja schließlich alles unter dem Deckmantel eines neuen besseren Lebensstils verkauft. Und ein gutes Gewissen gibt es gratis dazu.

Unter welchen Bedingungen produziert wird und von wo das alles herkommt ist meisst unklar. Letztlich ist es dann fraglich, ob man der Umwelt wirklich etwas Gutes getan hat.

Schritt 1:

Beobachte dich selbst in Deinem Alltag. Für was gibst du Geld aus? Was sind deine täglichen Gewohnheiten? Denn die Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Erst wenn du weißt wo bzw. wie du welche Art von Müll tagtäglich produzierst, kannst du für dich entscheiden was du eventuell ändern kannst.

Zum Beispiel:

Trinkst du immer einen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit? Dann besorge dir einen wiederverwendbaren Kaffeebecher. Schon hast Du jeden Tag einen Wegwerfbecher eingespart. Diese kleine Veränderung auf die Woche oder aufs Jahr hochgerechnet spart eine Menge Müll.

Benutze anstelle der kleinen Plastiktüten beim Obst- und Gemüseeinkauf, wiederverwendbare Beutelchen. Und solltest du diese gerade nicht dabei haben, kannst du die Tomaten oder die Äpfel auch ganz ohne Verpackung in den Einkaufskorb legen. Schließlich wirst du diese Lebensmittel doch sowie so vor dem Essen noch einmal abspülen.

Sollte dein Weg zur Arbeit es ermöglichen, nutzte doch öfter mal das Fahrrad. Dann hast Du auch gleich etwas mehr Bewegung in Deinem Alltag. Zwei Fliegen mit einer Klatsche – was will man mehr 🙂

Schritt 2:

Du weißt jetzt, in welchen Bereichen du etwas ändern kannst bzw. möchtest. Herzlichen Glückwunsch! Du bist schon mal einen Schritt weiter, als viele andere Menschen, die sich entweder keine Gedanken machen um das Thema Nachhaltigkeit oder denen es sogar egal ist, was in Zukunft aus unserer Erde wird.

Nun schaue dich in deiner Wohnung bzw. deinem Umfeld um. Viele Dinge mit denen du sofort Müll einsparen kannst, hast du bereits zu Hause.

Zum Beispiel:

Tupperware hat doch nun wirklich jeder zu Hause. Du brauchst also keine neuen Behältnisse aus Bambus oder Metall zu kaufen, um nachhaltig im Alltag zu leben. Die bereits vorhandene Tupperware reicht, um sich sein Essen für unterwegs einzupacken oder Lebensmittel im Kühlschrank aufzubewahren. Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist nämlich auch ein wichtiger Aspekt der Zero-Waste Bewegung. Ich gebe zu, mein Kühlschrank sieht von innen nicht so stylisch aus, wie auf den Bildern auf Pinterest. Jedoch wird der eigentliche Zweck – die Müllvermeidung – trotzdem erfüllt.

Du kannst die Gläser von Marmeladen, Apfelmus oder Kichererbsen wiederverwenden. Einfach ausspülen und fertig. Auch hier besteht nicht die Notwendigkeit sich am Anfang separat Gläser zum Lagern von Lebensmitteln zu kaufen. Lediglich bei größeren Mengen ist es dann doch notwendig, da wenige Lebensmittel in wirklich großen Gläsern verkauft werden. Aber auch hier wieder: Schaue erst einmal bei dir nach was du bereits hast.

Schritt 3:

Es gibt viele Dinge des täglichen Bedarfs, für die es heutzutage bereits nachhaltige Alternativen gibt. Bevor du dich aber zum Online-Shoppen verführen lässt, guck doch mal nach, was deine Stadt zu bieten hat.

Ich habe in den letzten Jahren viele Geschäfte in meiner Stadt kennengelernt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt bzw. nicht wusste, was genau dort angeboten wird. Lokal einzukaufen ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch besser für deine Stadt und deine Gemeinschaft. Preislich wird das höchstwahrscheinlich kein Argument sein. Jedoch solltest du nicht den Wert einer guten Beratung unterschätzen und die Sicherheit, dass du bei Problemen immer einen Ansprechpartner vor Ort hast.

Zum Beispiel:

Zahnbürsten aus Bambus gibt es heute auch in normalen Drogerien. Bienenwachstücher oder Gemüsebürsten aus natürlichen Rohstoffen gibt es höchstwahrscheinlich auch im Biomarkt in deiner Stadt. Du glaubst gar nicht, wie viel man so entdecken kann. Außerdem schützt man sich dadurch häufig vor Impulskäufen Samstag Abend auf der Couch.

Fazit

Mit diesen ersten drei Schritten, kannst du dein Leben nachhaltig gestalten, ohne viel Geld ausgeben oder deinen Lebensstil komplett ändern zu müssen. Ein kleiner Pfad durch den Wald vor lauter Bäumen ist damit geschlagen. Wie du dann weiter machst und was für dich dann wichtig ist (regional produziert, verpackungsfrei, lokal verkauft) musst du für dich entscheiden. Dabei sollte dir jedoch nie der Spaß an der Sache verloren gehen. Denn nur dann hältst Du auch durch.

Mein Einstieg in die Nachhaltigkeit hat für mich mit der Suche nach Haarseife begonnen, um von den ganzen Shampooflaschen loszukommen. Wie weit mich meine Reise bis jetzt geführt hat, kannst du auf meinem Instagram-Profile „nicole_von_noeko.de“ verfolgen.

Womit hast du angefangen bzw. wodurch wurdest du für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert?

Ich freue mich über Deine Erfahrungen

Deine Nicole von noeko.de



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